OBERFRANKEN

BEZIRKSTAG

 

 

 

 

 
Der Bezirkstag

Das Gebiet des Regierungsbezirkes Oberfranken erstreckt sich über rund 7.300 Quadratkilometer.

Die Einwohnerzahl liegt bei 1,1 Millionen Menschen.

Der Bezirkstag von Oberfranken wurde am
28. September 2008 für 5 Jahre gewählt.

> Mitglieder des Bezirkstags
> www.bezirk-oberfranken.de
> www.regierung.oberfranken.bayern.de/



Was macht der Bezirkstag?

1. Er verwaltet den Bezirk Oberfranken.
2. Er wählt den/die Bezirkstagspräsidenten oder -präsidentin.
3. Einrichtung von Ausschüssen.

> Grüne Alternativen für den Bezirkstag

Die Aufgaben des Bezirkstages

1. Soziale Sicherung:
Der Bezirk Oberfranken erfüllt als einer der 24 überörtlicher Sozialhilfeträger die ihm gesetzlich übertragenen Aufgaben der Sozialhilfe, der Kriegsopferfürsorge und der Jugendhilfe.

2. Gesundheitswesen:
Der Bezirk Oberfranken ist Träger der Krankenversorgung nach dem Lastenausgleichsgesetz und der Maßnahmen nach dem Bayerischen Unterbringungsgesetz, d.h. gewährt Hilfe zur Pflege für Personen, die infolge von Krankheit oder Behinderung nicht ohne Betreuung und Pflege leben können, übernimmt die Zahlung von Eingliederungshilfen für Behinderte, zahlt sonstige Hilfen in besonderen Lebenslagen, wie Delegation, Erstattungen, Deutsche im Ausland oder Nichtsesshaftenhilfe.
 


3. Schulwesen:
Der Bezirk erbringt im Rahmen des übertragenen Wirkungsbereichs Leistungen des Freistaates Bayern nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz.

4. Bauwesen

5. Wasserwirtschaft

6. Kultur- und Heimatpflege sowie Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Der Bezirkstag ist Mitglied in verschiedenen Zweckverbänden.

Die Einrichtungen des Bezirkes

Die Bezirkskliniken: Der Bezirk Oberfranken ist für die psychiatrische und psychtherapeutische sowie für die akut-neurologische und rehabilitv neurologische Versorgung seiner Bürgerinnen und Bürger verantwortlich. Darum ist er der Träger des Bezirkskrankenhauses Bayreuth mit Krankenpflegeschule und der Schule für Kranke. Hier ist der Bezirk Träger des Sachaufwandes, des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg mit Krankenpflegeschule und psychiatrischem Pflegeheim für ehemalige Patienten der Langzeitbereiche der Bezirkskrankenhäuser, der Bezirksklinik Rehau, der Bezirksklinik Hochstadt, der Tagesklinik Coburg.

Er trägt die Sachaufwendungen der Markgrafenschule in Bayreuth, Schule zur individuellen Sprachförderung mit Schülerheim, schulvorbereitender Einrichtung und heil- und sonderpädagogischen Tagesstätte.
Außerdem ist der Bezirk Träger des Psychiatrischen Pflegeheims für ehemalige Patienten der Langzeitbereiche der Bezirkskrankenhäuser im Bezirksklinikum Obermain und des Sachaufwandes der Schule für Kranke am Bezirkskrankenhaus Bayreuth.
Der Bezirk hat es sich zum Ziel gesetzt, den landschaftlichen und kulturellen Charakter der Region Oberfranken zu bewahren. Er räumt der Kultur-, Heimat- und Denkmalpflege breiten Raum ein, d.h. er berät Heimatforscher und Geschichtsinteressierte, fördert durch Vorträge und Veröffentlichungen des regionale Geschichtsbewusstsein, unterstützt die Trachtenpflege und historische Kleidungsforschung, unterhält das Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte in Bayreuth, arbeitet eng mit der Arbeitsgemeinschaft oberfränkischer Museen e.V. zusammen, ist Mitglied der Zweckverbände Deutsches-Dampflokomotiv-Museum Neuenmarkt, Berufsfachschule für Musik Kronach mit Sing- und Musikschulwerk Oberfranken, oberfränkisches Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, ist im Rahmen von Zweckvereinbarungen am Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth und am Gerätemuseum des Coburger Landes in Ahorn beteiligt. Außerdem ist der Bezirk Träger der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau, fördert die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik im Bezirk Oberfranken e.V., finanziert gemeinsam mit den Bezirken Mittel- und Unterfranken die Forschungsstelle für Fränkische Volksmusik in Schloss Walkershofen, beteiligt sich an den Kosten der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, berät Gruppen durch vier ehrenamtliche Volksmusikpfleger, veranstaltet alljährlich das Oberfränkische Volksmusikfest, veröffentlicht Notenmaterial für Volksmusik, unterstützt die Nordbayerische Musikakademie Hammelburg finanziell, fördert die Popularmusik mit Hilfe eines ehrenamtlichen Beauftragten, ist Mitveranstalter der Oberfränkischen Mundart-Theater-Tage, fördert die Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken, führt Fortbildungsveranstaltungen für Amateurtheater, Museumsbetreuer und Heimatforscher durch, trägt durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln dazu bei, die regional und überregional bedeutsamen Einrichtungen in Oberfranken zu erhalten und zu fördern, wie z.B. die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth, die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel, die Bamberger Symphoniker, das E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg, die Hofer Symphoniker, das Städtebundtheater Hof, das Landestheater Coburg, sowie Zuschüsse zu diversen Theatern und Orchestern

  • Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Bayreuth
  • Lehranstalt für Fischerei des Bezirks Oberfranken in Aufseß

Beteiligungen des Bezirks
Nervenklinik St. Getreu, Bamberg, Blindenanstalt Nürnberg e. V., Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, Nbg., Oberfrankenstiftung Bayreuth, Richard Wagner Stiftung Bayreuth, Sing- und Musikschulwerk Kronach, Berufsfachschule für Musik Kronach, Oberfränkisches Bauernhofmuseum Zell, Deutsches Dampflokomotiv-Museum Neuenmarkt, Gerätemuseum des Coburger Landes, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth


Grüne Alternativen für den Bezirkstag

Verkehr

1. Bündnis 90 / Die Grünen fordern einen Verkehrsverbund Oberfranken in allen Landkreisen, Städten und Gemeinden; Teilnehmer hier könnten die Deutsche Bahn AG, alle städtischen Verkehrsbetriebe sowie alle Konzessionsnehmer der Buslinien sein. 2. Wir benötigen mehr Vernetzung der Linienbusse zwischen den einzelnen Landkreisen.
Eine Umwelttageskarte für 5-10 Euro wie im Verkehrsverbund Nürnberg könnte den öffentlichen Personennahverkehr um vieles attraktiver machen.
3. Wir brauchen keine Fichtelgebirgsautobahn, stattdessen würde ein Ausbau der Bahnstrecken und des Fahrradwegenetzes unsere Heimat noch lebenswerter machen.

Soziales
Im Zuge der umfassenden Gesundheitsreform, die den explodierenden Kosten entgegen wirken soll, stehen alle Krankenhäuser derzeit auf dem Prüfstand. Grünes Ziel sind attraktive, leistungsstarke, qualitätssichernde Einrichtungen, die sich auf dem Markt behaupten können. Kurzfristige Ein-sparmöglichkeiten wie z. B. Entlassung von Pflege- oder Hauswirtschaftspersonal stehen dabei nicht im Mittelpunkt. Notwendig sind langfristige Überlebensstrategien, die sicher auch Veränderungen in Organisation und Struktur sowie Maßnahmen für effizientere Arbeitsabläufe bedeuten. Nur so können unsere Krankenhäuser fit für die Zukunft werden. Mittelpunkt eines jeden Konzeptes soll in jedem Fall eine menschenwürdige Pflegepolitik sein.

Gesundheit
Wir können die Lebensqualität psychisch kranker Menschen nur sichern, wenn wir psychisch Kranksein weder dämonisieren noch ghettoisieren. Wir sollten es als mögliches Schicksal jedes Einzelnen begreifen. Grüne Psychiatriepolitik hat deshalb das Ziel psychiatrische Versorgung in die Gemeinden zu verlagern. Hier sind der Ausbau von ambulanten und teilstationären Hilfen, wie sozialpsychiatrische Dienste, betreutes Wohnen, psychosoziale Beratungsstellen, Tageskliniken, Arbeitsprojekte, tagesstrukturierende Angebote für psychisch Kranke ein wichtiger Schritt.

Energie
"Bündnis 90/Die Grünen setzen auf Nachhaltigkeit. Deshalb wollen wir regenerative Energieerzeugung fördern. In Oberfranken kann noch einiges getan werden: Mehr Standorte für Windkraftanlagen sollen ausgewiesen werden. Wir brauchen genügend Tankstellen für Erdgas und - noch besser - Pflanzenöl. Aber auch die Einrichtungen des Bezirks können Geld sparen und Umwelt schonen. Sonnendächer auf den Gebäuden des Bezirks liefern sauberen Strom. Energiespar-Contracting setzt auf die Anreize der Marktwirtschaft: Eine Firma investiert beispielsweise in Wärmedämmung und Anlagentechnik von größeren Gebäuden wie etwa Schulen. Bezahlt wird diese Firma mit dem Geld das durch den geringeren Energieverbrauch gespart wurde. Zusätzlich wird eine Mindesteinsparung garantiert und die investierende Firma hat auch ein Interesse an noch höheren Ein-sparungen. Der Eigentümer des Gebäudes benötigt kein eigenes Geld für eine Sanierung und profi-tiert von geringeren Energiekosten.

Umweltschutz
In Oberfranken ist die Flächenversiegelung sogar noch schlimmer als im Rest Bayerns. Das ist eine Hauptursache von Flutkatastrophen. Deshalb fordern Bündnis 90/Die Grünen: Stoppt die Flächenversiegelung! Straßenprojekte und Gewerbegebiete nahe an Flussläufen und manchen Bächen sind fehl am Platz. Umweltschutz ist nicht nur in diesem Fall gleich Menschenschutz. Die Grünen fordern: Ökologisches Bauen und Renovieren muss gefördert werden. Auch bei Mülltrennung und Vermeidung liegt in den Bezirkseinrichtungen noch einiges im Argen. Wir wollen qualitätvolle Wasserversorgung aus der Region! Denn diese Wasser ist unser Grundnahrungsmittel Nummer 1. Viele Kommunen und Landkreise haben bereits eine eigene lokale Agenda 21. Dieses Wissen muss ver-netzt werden. Gute Ideen sollen sich ausbreiten!"

Arbeit und Wirtschaft
Bündis 90/Die Grünen setzen auf eine Stärkung regionaler Kreisläufe. Gerade kranke Menschen brauchen gesunde Nahrung. Bündnis 90 / Die Grünen treten dafür ein, Nahrung aus der Region in unseren Bezirkskliniken zu verwenden. Lebensmittel aus ökologischem gentechnisch freien Anbau stärken die Gesundheit der kranken Menschen und tragen ebenfalls zur Sicherung und zum Ausbau von Arbeitsplätzen in unserer Region bei.
Eine weitere Möglichkeit die Wirtschaft Oberfrankens zu stärken , ist der Ausbau des sanften Tourismus. Dies schafft Arbeitsplätze ebenso wie der verstärkte Einsatz regenerativer Energien. Solar- und Windkrafttechnik bildet einen enormen Wirtschaftsfaktor, der sich auf die hiesigen Handwerksbetriebe sehr positiv auswirken kann. Solaranlagen in Oberfranken produzieren schon jetzt jede Menge sauberen Strom. Wir unterstützen den weiteren Ausbau dieser regenerativen Techniken.

Kultur
Soziokultur, Kleinkunst und Kulturpädagogik stärken, gemeinsame Kulturarbeit oberfränkischer Städte anregen, Integrative und interkulturelle Kulturarbeit

Gender Mainstreaming
Mangelnde Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein weltweites Problem. Deshalb wurde auf internationalen Frauen-Konferenzen der englische Begriff Gender Mainstreaming geprägt. Bei allen Maßnahmen, die beschlossen werden, soll untersucht werden, ob sie auf Frauen und Männer unterschiedliche Auswirkungen haben.
Beim Gender Budgeting wird herausgefunden, welcher Geschlechterrolle das ausgegebene Geld mehr nützt. Voraussetzung dafür ist geschlechtsspezifische Datenerhebung. Wenn die Daten klar sind, kann man Ausgleichsmaßnahmen ergreifen. Gender Mainstreaming ist also eine Methode, wie mehr Gleichstellung erreicht werden kann. Das ist eine Grundforderung von Bündnis 90/Die Grünen. Noch nicht erreicht ist Gleichstellung zum Beispiel in den Führungsetagen, wo krasser Frauenmangel herrscht, auch in der Bezirksverwaltung. Familienarbeit ist fast genauso ungleich aufgeteilt. Männer dagegen kümmern sich zu wenig um ihre Gesundheit und gehen zu wenig zu Vorsorgeuntersuchungen. Männer sind in pflegenden Berufen unterrepräsentiert. Die Lesekompetenz von Männern muss in den Bildungseinrichtungen des Bezirks stärker gefördert werden."

 


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